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15.08.2017 . . Handwerk, Finanzierung, Businessplan, Kredite

Finanzierung für einen meisterpflichtigen Handwerksbetrieb - ohne Meisterbrief

Manchmal dauert es etwas länger als geplant bis zur Kreditbewilligung - wenn beispielsweise ein Handwerker zum Zeitpunkt der Gründung seines meisterpflichtigen Betriebs (noch) keinen Meisterbrief hat. Umso erfreulicher, wenn es nach einigem Hin und Her dann doch noch klappt.

Finanzierung für einen Gründer im Handwerk - der eigene Flachdach-Betrieb

Der junge Flachdachspezialist wollte vieles anders machen als in seinem bisherigen Betrieb und gründete seinen eigenen Handwerksbetrieb. Bei den Vorbereitungen und der Erstellung des Businessplan konnten wir ihn mit einer geförderten Gründerberatung und im Marketing unterstützen.

Businessplan und Finanzierung für Handwerksbetrieb ohne Meisterbrief

Zuerst ging es darum, seine Ideen auf Papier zu bringen: das Geschäftskonzept, die geplanten Services für die verschiedenen Zielgruppen, die Wettbewerbsvorteile.

Danach erstellten wir gemeinsam das "Zahlenwerk", bestehend aus Umsatzplanung, Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplanung sowie dem Kapitalbedarf für die Erstausrüstung. Dies alles wurde bei der Bank vorgelegt, um ein Gründerdarlehen der L-Bank zu beantragen.

Trotz ausreichendem Eigenkapital und einer zurückhaltenden Finanzplanung galt es dabei dann noch eine weiter Hürde zu überwinden: da unser Gründer selbst noch keinen Meisterbrief hat, sein Handwerksbetrieb aber meisterpflichtig ist, mussten sowohl Hausbank als auch die L-Bank einer Ausnahmeregelung zustimmen und die Gründerfinanzierung des Handwerkers auch ohne Vorlage eines Meisterbriefs bewilligen.

Einer der beiden ersten Mitarbeiter, die von Anfang dabei sind, hat den Meisterbrief und stellt somit für eine Übergangsphase - d.h. bis der Inhaber selbst seine Meisterschule abgeschlossen hat - sicher, dass die Auflagen auch der Handwerkskammer eingehalten werden, sodass nach weiteren Gesprächen die Banken schließlich zugestimmt haben.

Und auch bei der Agentur für Arbeit wurde der Businessplan verwendet, um den Lebensunterhalt in der Anfangsphase durch den Gründungszuschuss sicherzustellen.

Logo, Web und Printunterlagen zum Start fertig

Parallel zu den finanziellen Vorbereitungen starteten auch die Maßnahmen zur Kundengewinnung.

Unsere Grafikerin kümmerte sich um Logo, Visitenkarten und Briefbögen und entwarf einen Flyer, der zusammen mit einem gemeinsam getexteten Anschreiben an potenzielle Kunden gesendet werden. Zusätzlich erstellten wir eine Webseite mit allgemeinen Informationen zum Betrieb und den Leistungen sowie einem Blog, die pünktlich zur Eröffnung gelauncht werden konnte.

Und da der Unternehmensstart in der Hochsaison erfolgt und nach Anmeldung des Betriebs direkt die ersten Baustellen zu bearbeiten waren, war pünktlich zum Start auch der Baustellen-Banner fertig, der während der Bauphase die Nachbarn und den Verkehr in der Straße auffällig über das ausführende Unternehmen informiert.

 

"Ja, tatsächlich, es gibt Neuigkeiten - gestern nachmittag habe ich die Kreditverträge unterschrieben!"