Sie sind hier

» » Businessplan und Gründungsfinanzierung für mobile soziale Dienste

Existenzgründer-Beispiel Nr. 10

Businessplan und Gründungsfinanzierung für mobile soziale Dienste

"Vielen Dank für die Unterstützung.

Die Bank hat mir nach Überprüfung der Daten ein Finanzierungsangebot gemacht, das ich angenommen habe."

Nach über 10-jähriger Tätigkeit als Altenpfleger im Angestelltenverhältnis wollte sich unser Kunde nun endlich den Traum der eigenen Selbständigkeit verwirklichen und mobile soziale Dienste anbieten. Mit einem plausiblen und nachvollziehbaren Businessplan konnte dann auch die letzte Hürde angegangen werden: die Finanzierung.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel als zentrale Themen

Ausgestattet mit reichlich Erfahrung, den erforderlichen Qualifizierungen im Pflegebereich und einem Grundgerüst des Businessplans beauftragte uns ein ehemaliger Seminarteilnehmer, ihm bei der für die Realisierung seines Traums erforderlichen Finanzierung unter die Arme zu greifen und die Finanzplanung für den Kreditantrag „bankgerecht“ aufzubereiten.

Die Nachfrage-Thematik im Businessplan konnte schnell abgehakt werden – ein bereits jetzt eklatanter Nachfrageüberhang im Wohnort des Gründers (sprich: deutlich mehr Nachfrage nach häuslichen Pflegeleistungen als Anbieter), kaum Konkurrenz und der demografische Wandel spielten hier natürlich in die Hände. Das Problem "Fachkräftemangel" konnte über persönliche Kontakte aus dem bisherigen Arbeitsumfeld gelöst werden.

Bei einem solchen Vorhaben sind natürlich die Besonderheiten in Pflegeberufen zu berücksichtigen. Um überhaupt die Zulassung für sozialen Dienste zu erlangen, müssen auch die Auflagen des medizinischen Dienstes beachtet werden. Beispielsweise muss mit Start des Unternehmens eine Mindestzahl an Mitarbeitern mit bestimmten Qualifikationen parat stehen.

6-stelliger Kapitalbedarf für Erstinvestitionen und Betriebsmittel

Durch diese Auflagen ergibt sich schnell ein Kapitalbedarf im 6-stelligen Bereich, da mit der operativen Tätigkeit und den Vertragsabschlüssen mit den Patienten (bzw. deren Angehörigen) ja erst nach Zulassung durch die Krankenkassen begonnen werden darf, die Kosten aber bereits vorher laufen. Auch die Erstinvestitionen sind im Vorfeld zu tätigen, beispielsweise die Anschaffung von Fahrzeugen für die mobilen Pflegekräfte, Fahrzeugbeklebung, Webseite, Flyer usw.

Hinzu kommt dann ab Start der Tätigkeit die Überbrückung des Zahlungsziels durch die Pflegeversicherung. Die Erstattungen nach den Pflegestufen fließen teilweise oft erst nach mehreren Wochen.

Andererseits lassen sich die Zahlungszuflüsse durch die gesetzlich vorgegebenen Beträge in den unterschiedlichen Pflegestufen recht präzise prognostizieren, und auch das Risiko eines Zahlungsausfalls ist naturgemäß geringer als bei anderen Gründungsvorhaben.

3 Szenarien für unterschiedliche Geschäftsverläufe

Damit lagen die entscheidenden Inhalte des Businessplans auf dem Tisch. Es fehlte nur noch die Ermittlung des Kapitalbedarfs und der Liquiditätsentwicklung für die 3 Szenarien realistic-case, best-case und worst-case. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen nur dadurch, wie schnell eine gewisse Auslastung bei den mit Start einzustellenden Mitarbeitern erreicht wird.

Mit dem so ermittelten Kapitalbedarf und dem vorhandenen Eigenkapital, das der Gründer über die Jahre seiner Angestelltentätigkeit angespart hatte, stand dann der Finanzierungsbedarf fest, der von der Hausbank finanziert werden musste.

Und nach der erfolgreichen Gründung im Sommer diesen Jahres werden nun, ein paar Monate später, bereits zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und die Planungen konkretisiert, die mobilen sozialen Dienste um das Angebot von Krankenfahrten und Personenbeförderung zu erweitern.

Weitere Beispiele erfolgreicher Existenzgründer

Existenzgründer-Beispiel Nr. 38

Es gibt viele Varianten, sein eigenes Unternehmen zu gründen – die einen gründen neu „bei Null“, um ihre ganze eigene Idee zu realisieren. Andere treten die Nachfolge im (elterlichen) Betrieb oder einem anderen Arbeitgeber an oder kaufen ein bestehendes Unternehmen. Und wieder andere machen sich als Franchise-Betrieb selbständig.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 37

"Ich möchte weg vom Bürojob und was ganz anderes machen", erzählte uns eine Teilnehmerin im Existenzgründer-Seminar. Der Plan war, einen Laden für Naturkosmetik zu eröffnen und zusätzliche passende Dienstleistungen anzubieten. Eine entsprechende Lokalität stand in Aussicht und der Businessplan war schon fast fertig.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 36

Manchmal gehört es zu den Neujahrs-Vorsätzen, sich selbständig zu machen. So wie bei der Physiotherapeutin, die wir seit Anfang letzten Jahres begleiten durften. Ihr Plan war es, im ländlichen Raum eine Physiopraxis mit klassischen Behandlungen und Gesundheitskursen (wie z.B. Rückenkursen u.a.) zu eröffnen.

Seepferdchen
Existenzgründer-Beispiel Nr. 35

Die Gründerin kam mit ihrer Kursplanung und ersten Werbeunterlagen für ihre Schwimmschule auf uns zu. Gemeinsam bearbeiteten wir die für den Businessplan erforderlichen Bereiche Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Marketing und Organisation. Dank der guten Vorbereitung war dieser Teil schnell erledigt.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 34

Auch für Gründer mit Steuern- und BWL-Hintergrund ist ein Businessplan und eine Gründungsvorbereitung oft "Neuland". In den vergangenen Monaten durften wir eine Steuerfachangestellte dabei unterstützen, ihr eigenes Büro für Buchhaltungs-Leistungen zu eröffnen.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 33

Ein eigenes Fitness-Studio für gutes funktionelles Training - das war der Traum des begeisterten Sportlers, der Anfang des Jahres auf uns zu kam. Unterstützt durch die RKW Gründergutscheine legten wir mit der Planung los.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 32

Zwei engagierte Tourismuskauffrauen, viele neue Service- und Marketing-Ideen und der absolute Wunsch, diese in einem eigenen Reisebüro zu verwirklichen. Auch der Businessplan war schon fast fertig, als wir uns kennenlernten - zumindest der Teil zu Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt und Vermarktung. Was fehlte war der Zahlenteil - Investitionsplanung, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 31

Der junge Flachdachspezialist wollte vieles anders machen als in seinem bisherigen Betrieb und gründete sein eigenes Unternehmen. Bei den Vorbereitungen und der Erstellung des Businessplan konnten wir ihn mit einer geförderten Gründerberatung und im Marketing unterstützen.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 30

Nicht aus der Not oder einer Zwangssituation heraus, sondern bewusst zur Verwirklichung seiner eigenen Ideen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, hat sich ein Ingenieur zur Gründung seines eigenen Unternehmens entschieden und sich bei den Planungen und Vorbereitungen von uns unterstützen lassen - gefördert durch die Gründergutscheine des Landes Baden-Württemberg.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 29

Energieeffizienzberater gibt es mittlerweile soviel wie Silizium im Sand am Meer ... Umso wichtiger ist es für einen neuen Berater, sich von der Masse der etablierten Dienstleister abzuheben und auf sein eigenes Produktportfolio aufmerksam zu machen.