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Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 17

Falsche Finanzierung führt zu Liquiditätsproblemen

"es ist vollbracht ;-) ... Im Anhang finden Sie die Verträge..."

Die Gründe, weshalb ein Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät und Verbindlichkeiten nicht mehr termingerecht begleichen kann, können unterschiedlichster Natur sein: die Marktentwicklung, Produkte/Dienstleistungen werden nicht nachgefragt, es wird nicht genügend Personal gefunden, Krankheit oder Ausfall des Inhabers, usw.

Fehlplanungen schon im Gründungskonzept

Wenn diese Probleme aber schon sehr frühzeitig im Unternehmensleben auftreten (d.h. in den ersten 3 bis 5 Jahren), ist die Ursache oft eine zu optimistische Umsatzprognose, auf deren Basis die Gründungsfinanzierung gewährt wurde. Meistens in Kombination mit zu geringen oder gar keinen Kosten für Marketing, Akquise, Kundengewinnung, Messeteilnahmen.

Sollten diese Umsätze dann nicht erzielt werden und / oder die Kosten die geplanten Budgets übersteigen, reicht der Cash-Flow trotz vielleicht sogar noch positiven Ergebnissen nicht mehr aus, um nach Abzug der Steuern den eigenen Lebensunterhalt und soziale Absicherung sowie den Kapitaldienst (Tilgungsleistungen) für die Gründungsfinanzierung zu leisten.

Liquiditätsengpass verhindert Folgeinvestitionen

Wenn dann auch noch Folgeinvestitionen anstehen, um das Wachstum aufrechtzuerhalten, wird es schwierig – so auch bei unserem Kunden aus dem Gesundheitssektor, der im Rahmen seiner Gründung vor einigen Jahren eine Finanzierung im mittleren 6-stelligen Volumen erhalten hatte.

Da diese Finanzierung zum überwiegenden Teil in Immobilien erfolgt ist (und mit entsprechenden Grundschulden abgesichert werden konnte), wurde das Gründungskonzept des Steuerberaters recht zügig bewilligt.

Nicht berücksichtigt wurde jedoch, dass nicht nur die laufenden betrieblichen Aufwendungen auf Jahre hinaus erwirtschaftet werden müssen, sondern auch der Lebensunterhalt des Inhabers sowie Zins- und Tilgungsleistungen der Finanzierung.

So entstand bereits im dritten Jahr eine Finanzierungslücke, die noch privat abgedeckt werden konnte. Für Folgeinvestitionen im fünften Jahr (z.B. Austausch von Geräten, die einem normalen Verschleiß unterliegen) war dann keine Luft mehr: der Kontostand war am Limit und das Unternehmen mit 5 Mitarbeitern (wie auch der Inhaber selbst) stand vor der Insolvenz.

Beratung für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Als wir in dieser Situation zu Hilfe gerufen wurden, konnten wir das Förderprogramm der Bafa „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten nutzen.

Sofern ein Unternehmen die Kriterien erfüllt, werden Beratungshonorare von bis zu 3.000 Euro netto mit 90% bezuschusst, sodass lediglich ein Eigenanteil von EUR 300 verbleibt.

Im Rahmen der Beratungen haben wir als erstes nach einer Bestandsaufnahme die Fehlplanungen korrigiert und sowohl Rentabilitätsprognosen als auch Liquiditätsplanungen für die nächsten Jahre erstellt.

Damit war zum ersten Mal auch definiert

  • wo der Break-Even liegt
  • wieviel Umsatz mittel- und langfristig zum Überleben des Unternehmens und des Inhabers generiert werden muss
  • ob das theoretisch überhaupt möglich ist.

In einem zweiten Schritt mussten die Gläubiger mit einem Maßnahmenplan davon überzeugt werden, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch überwunden werden können – unter der Voraussetzung, dass alle Beteiligten in dieser Situation mitspielen.

Investitionen statt Einsparungen im Sanierungsplan und Turn-Around-Maßnahmen

Der erste Blick sämtlicher Gläubiger (Finanzinstitute, Leasinggeber, Lieferanten, Vermieter, Sozialversicherungen, Finanzamt, …) geht im Rahmen einer Sanierung ganz natürlich auf die Kostenseite des Unternehmens – wo können Kosten eingespart werden (Materialaufwand, Personal, Administration, etc.)?

Etwas anspruchsvoller wird es aber, wenn die Ursachen der Liquiditätsprobleme nicht auf Kostenseite zu suchen sind, sondern ein Wachstumskurs weiter fortgesetzt werden soll. Dieser Kurs war zwar grundsätzlich erfolgreich, aber die unrealistisch hohen Ziele konnten nicht in einem so kurzen Zeitraum erreicht werden, zumal ohne Marketingaufwendungen.

In dieser Situation müssen zusätzliche Liquiditätsspielräume geschaffen werden, um Investitionen zu ermöglichen, durch die der Unternehmer sein Unternehmen erhalten und das Umsatzvolumen erhöhen kann.

Zugeständnisse der Gläubiger, Reduzierung der Zins- und Tilgungsleistungen

Solch ein Maßnahmenplan umfasst nicht nur Marketing-Aspekte wie die Steigerung der Umsatzerlöse, die Neukundengewinnung, verstärktes Cross- und Up-Selling unter Einbeziehung sämtlicher Mitarbeiter, den Aufbau neuer Geschäftsfelder, u.ä.m., sondern auch eine Reduzierung des Kapitaldienstes, der dem Unternehmen zuvor jeglichen Handlungsspielraum raubte.

In diesem Fall konnten die Gläubiger mit dem ausgearbeiteten Maßnahmenplan überzeugt werden, neben einer Reduzierung der Zinsbelastung in der Sanierungsphase auch die Tilgungsleistungen zu strecken.

Licht am Ende des Tunnels

5 Jahre nach Gründung des Unternehmens ist es nun zum ersten Mal absehbar, in welche Richtung sich die Firma entwickeln muss.

Durch das Entgegenkommen der Gläubiger steht in den nächsten 5 Jahren bei diesem Unternehmen eine knapp 6-stellige Summe an zusätzlicher Liquidität zur Verfügung, die nun stattdessen in das weitere Wachstum, den Aufbau neuer, zukunftsträchtigerer Geschäftsbereiche und die Kundengewinnung investiert werden kann.

 

 

Weitere Beratungsprojekte

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 19

Immer am Puls der Zeit - so führte unser Kunde nicht nur diverse trendige Schönheits-Behandlungen der Hollywood-Stars im familieneigenen Studio ein, sondern entdeckte auch das innovative Beauty-Konzept eines französischen Herstellers. Nach einer ersten Kontaktaufnahme zeigte sich, dass es für Deutschland noch keine Vertriebspartner gab. Der Steuerberater regte die Erstellung eines Businessplans und die Zusammenarbeit mit unserem Unternehmen an.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 18

Es gibt (zum Glück) keine Vorschrift, sich vor einer Unternehmensgründung mit den Themen Businessplan und Finanzierung zu beschäftigen. Einige Unternehmer gründen ohne Planung und holen dies dann erst später nach, wenn die zweite oder dritte Wachstumsstufe finanziert werden muss.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 16

Typischerweise ist am Flughafen Eile geboten - auch bei Bewerbungen um die begehrten Verkaufsflächen.

Wir unterstützten unseren Kunden deshalb, sein Konzept innerhalb einer Woche auf Papier zu bringen: Beschreibung der Geschäftsidee, Herausarbeiten der Alleinstellungsmerkmale, Laden-Skizzen und Finanzplanung.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 15

Ein mittelständisches Unternehmen, das wir seit mehreren Jahren begleiten, hat sich für 2018 vorgenommen, noch mehr Service-Erlebnis zu bieten. Wohlgemerkt um Gutes noch besser zu machen, denn bei der letzten Kundenbefragung waren schon sehr gute Ergebnisse erzielt worden.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 14

Das Planungs- und Konstruktionsbüro kam mit einer Festplatte voller Daten auf uns zu: Marketingaktionen aus der Vergangenheit, erstellte Strategiepapiere, angefangene Konzepte usw. Der Wunsch: Ordnung ins Marketing bringen, sowohl was die Vorgehensweise angeht, als auch die Strukturierung.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 13

Als wir "Fridi" kennenlernten, hatten sie gerade den 1. Platz beim Elevator Pitch auf der Gründermesse Neckar-Alb erreicht. Wenig später folgte der 3. Platz beim Gründerpreis Baden-Württemberg.

Wir freuten uns, die Vorbereitungen für das tolle Projekt "Unverpackt Laden in Reutlingen" mit Tipps zu Fördermitteln und Marketing unterstützen zu können.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 12

Der Familienbetrieb mit seiner rund 20-köpfigen Mannschaft ist seit fast 100 Jahren erfolgreich im Holzbau tätig. Im Laufe der Jahrzehnte wurden neue Geschäftsfelder erschlossen und alte aufgegeben. So waren die Inhaber auch offen für Ideen zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 11

Das 40-köpfige Team für Webportale und Suchmaschinenoptimierung hatte als Ergänzung zum bisherigen Portfolio neue Produkte entwickelt. Allerdings war noch unklar, welche Bausteine in welchem Paket enthalten sind, die Zielgruppen waren etwas diffus und die Vermarktung noch nicht ausgearbeitet. Auch war das Unternehmen an externem Feedback zu den neuen Ideen interessiert. Deshalb luden sie uns zu einem Workshop ein.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 10

Im Tagesgeschäft fehlt oft die Zeit, intensiv über das eigene Unternehmen nachzudenken. So ging es auch dem 10-köpfigen Malerbetrieb, der durchaus erfolgreich unterwegs war und gerne neue Wege ausprobieren wollte. Wir schlugen das innovative Instrument "Service Navigator" vor, das vom Institut für Technik der Betriebsführung itb, Fraunhofer IAO und Uni Duisburg entwickelt wurde.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 9

Die Bank forderte vom Orthopädie-Schuhmacher und Gesundheitsmanager einen ausführlichen Businessplan, als dieser um Finanzierung seines Innovationsvorhabens bat. So kam der Unternehmer zu uns, um seine Idee des automatisierten 3D-Drucks von Schuheinlagen aufzuarbeiten.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 8

Die zwei Ingenieure kamen über das KfW-Gründercoaching zu uns mit dem Wunsch, das Marketingkonzept für ihre kürzlich gegründete Firma zu ergänzen bzw. neue Ideen zur Kundengewinnung zu erhalten.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 7

Wachstum im zersplitterten und relativ reifen Übersetzungsmarkt ist nur durch eine neue Herangehensweise möglich, dessen war sich unser Kunde sicher. So trat er an uns heran mit der Bitte, die Stärke seiner Marke und die aktuelle Positionierung auf Weiterentwicklungs- möglichkeiten zu untersuchen.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 6

Zu Beginn gab es mehrere Internetplattformen mit einer neuartigen Geschäftsidee, weitere Plattformen waren geplant. Auch das Marketingkonzept und die Gestaltung der einzelnen Internetseiten sollten einen gemeinsamen roten Faden erhalten.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 5

Den Leiter einer regionalen Seniorenheim-Gruppe störte es schon seit längerem, dass in unserer Gesellschaft überwiegend die Jugendkultur gepflegt und Alter vorwiegend mit Gebrechlichkeit und Krankheiten assoziiert wird. Denn er und seine Mitarbeiter haben in ihrem Haus die Erfahrung gemacht, dass das Betagtsein ganz eigene Qualitäten, besondere Freuden und vor allem persönliche Geschichten und reiche Erfahrungen mit sich bringt.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 4

Anfang 2015 haben wir hier auf die Ergebnisse einer KfW-Studie hingewiesen, nach der sich der Finanzbedarf bei Gründungsvorhaben in der Praxis oft deutlich höher darstellt als geplant. Nur wenige Tage nach Vorstellung der Studie wandte sich der Inhaber eines Küchenstudios mit genau diesem Problem an uns.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 3

Vor 3 Jahren als Management-Buy-Out eines etablierten Unternehmens neu gegründet, stand nun die nächste Wachstumsphase eines KfZ-Zulieferers in Stuttgart an. Kurzfristig musste Liquidität zur Vorfinanzierung des Wachstums sichergestellt werden. Für die Vorbereitung der anstehenden Bankgespräche und Unterstützung beim Kreditantrag hat sich der Geschäftsführer des 20-Mann-Betriebs an uns gewandt.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 2

Seit Jahren im Anlagenbau tätig, hat sich das Familienunternehmen bei seinen Kunden im produzierenden Gewerbe einen hervorragenden Ruf erarbeitet, auch durch die langjährige Erfahrung und dem Know-How der Mitarbeiter und des Inhabers. Die Kehrseite des Erfolgs und der größeren Projekte: immer höhere Beträge müssen vorfinanziert werden, die ohnehin angespannte Liquiditätssituation wird zunehmend zu einem Problem.

Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 1

Ein Produktionsunternehmen wandte sich an uns mit schwerwiegenden Liquiditätsproblemen. Die Zielinanspruchnahme der Kunden war überdurchschnittlich lang, ein Großkunde war ausgefallen, Investitionen mussten teilweise über Kontokorrent getätigt werden. In der Folge bewegte sich die Liquidität in sehr engem Rahmen - das Zahlen von Gehältern und hohen monatlichen Energiekosten erforderte ein ständiges Jonglieren.