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Existenzgründer-Beispiel Nr. 6

Finanzierung gesichert, Eröffnungstermin gerettet

"Ich fand die Zusammenarbeit sehr ehrlich, habe mich von Anfang an sehr wohl und verstanden gefühlt. Ich sehe alles realistisch nach den Gesprächen. Das Team hat einfach tolle Arbeit geleistet."

Eines Morgens im Mai erreichte uns der Anruf einer verzweifelten jungen Frau: Sie hatte geplant, ein Modegeschäft zu eröffnen, zahlte sogar schon Miete seit April - aber die Bank hatte den notwendigen Kredit nicht genehmigt. Die Kreditsachbearbeiterin wies den eigens von einem Berater erstellten Businessplan zurück: „zu allgemein, Vorhaben nicht genau beschrieben, keine Planungsszenarien, fehlerhaft, zu wenig Perspektiven“.

Die Modedesignerin war am Boden und fragte, ob wir ihr helfen könnten, das Projekt zu retten. Wir versprachen, uns die Sache näher anzusehen.

Kapitalbedarfsplanung, Realisierungsfahrplan, Erfolgsaussichten

Der erste Schritt war eine Bestandsaufnahme: welche Art von Mode sollte verkauft werden, wie waren die Chancen des bereits gemieteten Ladenlokals, was gab es für Fixkosten und welche Einnahmen waren realistisch.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen machten wir uns an die Arbeit – gaben aber auch der Gründerin eine ganze Liste an „Hausaufgaben“ mit, die noch zu erledigen waren. Diese Vorgehensweise stieß erstmal auf Verwunderung. Jedoch war schnell klar, dass der Businessplan nur gut werden und Finanzierung nur bewilligt werden konnte, wenn alle Beteiligten an einem Strang zogen.

Businessplan mit Umsatzprognose und Liquiditätsplanung

Nach 3 Terminen und 2 Wochen war es soweit: Der neue Businessplan lag ausgedruckt auf dem Tisch. Im Gegensatz zur vorigen Version beschäftigte sich der Plan etwas weniger mit der allgemeinen volkswirtschaftlichen Gesamtsituation, dafür aber nun mehr mit dem Vorhaben der Gründerin. Die geplanten Maßnahmen wurden sowohl detailliert beschrieben und auch anschaulich gemacht durch Bilder und Skizzen vom Ladengeschäft, von den Modelabels, von den auf die Zielgruppe zugeschnittenen Werbemaßnahmen etc.

Die Liquiditätsplanung basierte auf sorgfältig recherchierten Zahlen; die in der ursprünglichen Version des Businessplans viel zu hohen Umsatzerwartungen wurden auf ein realistischeres, nachvollziehbares Volumen heruntergerechnet und sowohl die Betriebsausgaben (Versicherungen, Marketing, Wareneinsatz etc.) wie auch die Lebenshaltungskosten der Gründerin in der Selbständigkeit angemessen berücksichtigt.

Für noch mehr Sicherheit wurden 3 Szenarien für die nächsten Jahre durchgespielt - allesamt mit dem Ergebnis, dass die beantragte Finanzierung zusammen mit dem Eigenkapital der Gründerin ausreichen wird.

Zusage der Hausbank innerhalb weniger Stunden

Mit dem gemeinsam erarbeiteten Plan ging die Gründerin erneut zu ihrer Bank - dieses Mal gab die Bankerin (übrigens dieselbe wie beim ersten Mal) noch am selben Tag grünes Licht für die Existenzgründung. Das Vorhaben erschien nun plausibel und tragfähig, die Unterlagen für das Förderdarlehen waren bereits unterwegs zur L-Bank für die Beantragung des Förderdarlehens "Startfinanzierung 80".

Die Genehmigung dort war letztlich eine Formalität und so kann die Eröffnungsfeier nun doch noch wie geplant stattfinden.


 

Weitere Beispiele erfolgreicher Existenzgründer

Existenzgründer-Beispiel Nr. 38

Es gibt viele Varianten, sein eigenes Unternehmen zu gründen – die einen gründen neu „bei Null“, um ihre ganze eigene Idee zu realisieren. Andere treten die Nachfolge im (elterlichen) Betrieb oder einem anderen Arbeitgeber an oder kaufen ein bestehendes Unternehmen. Und wieder andere machen sich als Franchise-Betrieb selbständig.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 37

"Ich möchte weg vom Bürojob und was ganz anderes machen", erzählte uns eine Teilnehmerin im Existenzgründer-Seminar. Der Plan war, einen Laden für Naturkosmetik zu eröffnen und zusätzliche passende Dienstleistungen anzubieten. Eine entsprechende Lokalität stand in Aussicht und der Businessplan war schon fast fertig.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 36

Manchmal gehört es zu den Neujahrs-Vorsätzen, sich selbständig zu machen. So wie bei der Physiotherapeutin, die wir seit Anfang letzten Jahres begleiten durften. Ihr Plan war es, im ländlichen Raum eine Physiopraxis mit klassischen Behandlungen und Gesundheitskursen (wie z.B. Rückenkursen u.a.) zu eröffnen.

Seepferdchen
Existenzgründer-Beispiel Nr. 35

Die Gründerin kam mit ihrer Kursplanung und ersten Werbeunterlagen für ihre Schwimmschule auf uns zu. Gemeinsam bearbeiteten wir die für den Businessplan erforderlichen Bereiche Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Marketing und Organisation. Dank der guten Vorbereitung war dieser Teil schnell erledigt.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 34

Auch für Gründer mit Steuern- und BWL-Hintergrund ist ein Businessplan und eine Gründungsvorbereitung oft "Neuland". In den vergangenen Monaten durften wir eine Steuerfachangestellte dabei unterstützen, ihr eigenes Büro für Buchhaltungs-Leistungen zu eröffnen.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 33

Ein eigenes Fitness-Studio für gutes funktionelles Training - das war der Traum des begeisterten Sportlers, der Anfang des Jahres auf uns zu kam. Unterstützt durch die RKW Gründergutscheine legten wir mit der Planung los.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 32

Zwei engagierte Tourismuskauffrauen, viele neue Service- und Marketing-Ideen und der absolute Wunsch, diese in einem eigenen Reisebüro zu verwirklichen. Auch der Businessplan war schon fast fertig, als wir uns kennenlernten - zumindest der Teil zu Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt und Vermarktung. Was fehlte war der Zahlenteil - Investitionsplanung, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 31

Der junge Flachdachspezialist wollte vieles anders machen als in seinem bisherigen Betrieb und gründete sein eigenes Unternehmen. Bei den Vorbereitungen und der Erstellung des Businessplan konnten wir ihn mit einer geförderten Gründerberatung und im Marketing unterstützen.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 30

Nicht aus der Not oder einer Zwangssituation heraus, sondern bewusst zur Verwirklichung seiner eigenen Ideen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, hat sich ein Ingenieur zur Gründung seines eigenen Unternehmens entschieden und sich bei den Planungen und Vorbereitungen von uns unterstützen lassen - gefördert durch die Gründergutscheine des Landes Baden-Württemberg.

Existenzgründer-Beispiel Nr. 29

Energieeffizienzberater gibt es mittlerweile soviel wie Silizium im Sand am Meer ... Umso wichtiger ist es für einen neuen Berater, sich von der Masse der etablierten Dienstleister abzuheben und auf sein eigenes Produktportfolio aufmerksam zu machen.