Sie sind hier

» » Fragen zum Thema "Förderdarlehen" Teil III - Tipps und Hilfe

27.11.2018 . . Kredite, Finanzierung, Fördermittel, Businessplan

Fragen zum Thema "Förderdarlehen" Teil III - Tipps und Hilfe

Zum Abschluss der FAQ-Serie zum Thema "Förderdarlehen" haben wir in Teil III einige praktische Tipps zusammengestellt, damit es bei der Beantragung der Finanzierung und den Bankgesprächen etwas besser klappt. Beispielsweise sollte man üblicherweise etwas Geduld mitbringen, bis man über den Kredit verfügen kann, und für die Erstellung des Businessplans und die Vorbereitung der Bankgespräche wiederum gibt es hilfreiche Förderprogramme (sowohl für Gründer als auch für etablierte Unternehmen).

Für ganz besonders eilige Fälle gibt es auch die Möglichkeit, über das Gründerportal der Grenke-Bank die Antragstellung etwas zu beschleunigen; auch auf diese Alternative können wir im Rahmen unserer Beratungen zurückgreifen.

Ebenfalls online ist im FAQ-Bereich Teil IV der Serie, in dem wir noch ein paar Hintergründe dargestellt haben, weshalb es diese staatliche Unterstützung der Gründerfinanzierung überhaupt gibt.

 

Wie funktioniert eigentlich ... ein Förderdarlehen? Teil III - Tipps und Hilfe

Piktogamm rund blau im svg-Format: 
https://www.langner-beratung.de/sites/default/files/euro_blau.svg

Wie funktioniert eigentlich ... ein Förderdarlehen? Teil III - Tipps und Hilfe

Geduld, Geduld, Geduld

Ein häufig genannter „Nachteil“ an der klassischen Finanzierung über ein Förderdarlehen ist, dass die Vorlaufzeit, bis über die Darlehenssumme auf dem Konto verfügt werden kann, relativ lange ist:

  • Wenn der Businessplan soweit fertig ist, dass man ihn guten Gewissens der Bank vorstellen kann, dauert es aus unserer Erfahrung ein bis zwei Monate, bis alles geklärt ist und das Darlehen ausgezahlt wird. Neben der Bank vor Ort müssen Förderbank und ggfs., je nach Kredithöhe, weitere Institutionen wie die Bürgschaftsbank zustimmen. In Einzelfällen kann es auch länger dauern.
  • Hinzu kommt im Vorfeld noch die Zeit, die man benötigt, um den Businessplan zu erstellen und in eine „bankgerechte“ Form zu bringen. Auch hier sollte genügend Zeit eingeplant werden.

Auch wenn sich das in Summe insgesamt lange anhört – ein Gründungsvorhaben sollte auch nicht übers Knie gebrochen und von heute auf morgen realisiert werden, unabhängig davon, wie es finanziert wird. Die Vorbereitungsphase kann in aller Regel dazu genutzt werden, Fehler zu vermeiden, die hinterher nur teuer rückgängig gemacht werden können.

Der "Zwang" zum Businessplan zwingt auch dazu, sich mit ganz praktischen Themen zu beschäftigen, die man sonst vielleicht vergessen oder verdrängt hätte: wie stelle ich meinen Vertrieb auf? Wie komme ich überhaupt an Kunden? In welcher Rechtsform mache ich mich selbständig, und warum? usw.

Der Businessplan als "Bewerbung"

Wie würden Ihre Bewerbungsmappe und Anschreiben aussehen, wenn Sie sich auf eine offene Stelle bewerben? In aller Regel beantwortet eine Bewerbung die Frage, warum der potentielle Arbeitgeber Sie einstellen sollte. Ähnlich ist es mit dem Kreditantrag – warum gelingt es Ihnen, das Gründungsvorhaben erfolgreich zu realisieren? Was machen Sie anders als die anderen, ist an alles gedacht, sind die Unterlagen vollständig, usw.

Die Finanzierung für ein Gründungsvorhaben beantragen die meisten Gründer nur einmal im Leben, werden dann aber von Kreditinstituten mit Begriffen wie Businessplan, Liquiditätsplan, Rentabilitätsprognose und vielen anderen Begriffen konfrontiert.

Deshalb gibt es auch für die Vorbereitung des Businessplans öffentliche Förderprogramme, wie beispielsweise die Gründergutscheine des Landes Baden-Württemberg (z.B. für Handwerks-Gründer über die BWHM, für Industrie und Dienstleister über das RKW), das Beratungsprogramme der BaFa für Jungunternehmer und das ESF-Coaching für etablierte Unternehmen.

Wir können als Beratungsunternehmen auf die Programme dieser Institute zurückgreifen und so zu vergünstigten Konditionen bei der Erstellung des Businessplans und der Beantragung der Finanzierung helfen.

(schnellere) Alternative zur Bank vor Ort, wenn die Zeit drängt

Als mögliche Alternative für Existenzgründer zur Kreditbeantragung bei der Bank vor Ort (falls dies aus irgendwelchen Gründen nicht gewünscht ist), können die Gründer-Darlehen „Starthilfe 80“ der L-Bank und das Startgeld der KfW mit unserer Unterstützung beispielsweise auch über die Grenke-Bank beantragt werden.

Die Grenke-Bank stellt hierfür ein Online-Portal zur Verfügung, über das die Kreditanfragen für diese Gründerdarlehen innerhalb eines Tages entschieden werden können und die Grenke-Bank dann auch die Hausbankfunktion übernimmt.

Über unsere Zusammenarbeit mit dem RKW BW waren wir bereits im Jahr 2010 beteiligt bei der Einführung des Programms und können als Gründungsberater auf diese Möglichkeit zugreifen. Gründer selbst können die Anträge dort nicht direkt einreichen, die Vorabprüfung und Antragstellung erfolgt hier durch registrierte Berater wie z.B. uns.

Ob diese Variante gegenüber der Bank vor Ort mehr oder weniger Sinn macht, muss unserer Meinung nach immer im Einzelfall entschieden werden – es gibt für beide Varianten gute Gründe.

 

Ähnliche Beiträge