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FAQ

16.11.2018 . . Kredite, Finanzierung, Fördermittel, Businessplan

Fragen zum Thema "Förderdarlehen" Teil II - Besonderheiten

Nachdem wir im Teil I der FAQs zum Thema "Förderdarlehen" ein paar grundsätzliche Dinge zur Beantragung und dem Ablauf der Förderdarlehen dargestellt haben, geht es in Teil II um Besonderheiten, die vor Beantragung berücksichtigt werden müssen (beispielsweise Konditionen, tilgungsfreie Jahre, und die vom Kreditnehmer zu tragende Bürgschaftsprovision).

Wie funktioniert eigentlich ... ein Förderdarlehen? Teil II - Besonderheiten

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Wie funktioniert eigentlich ... ein Förderdarlehen? Teil II - Besonderheiten

Antragstellung bei der Hausbank

Zu beachten ist, dass die Beantragung des Darlehens nicht bei dem Förderinstitut erfolgt (man als Gründer / Unternehmen also nicht direkt bei der L-Bank oder KfW den Kredit beantragen kann), sondern auf die Kreditzusage der Hausbank angewiesen ist.

Kein Anspruch auf Förderung

Auf diese staatlichen Förderdarlehen gibt es keinen Rechtsanspruch – d.h. wenn das Darlehen von der Hausbank nicht bewilligt wird, bleibt meistens nur übrig, sein Glück nochmal bei einer anderen Bank zu suchen, oder (je nach Begründung der Absage) gegebenenfalls das Gründungsvorhaben anzupassen.

Antragstellung vor Beginn

Bei diesen Förderdarlehen – wie bei allen Förderprogrammen – ist es wichtig, dass man mit dem Vorhaben erst beginnen darf, nachdem der Kreditantrag gestellt ist. Dies ist vor allem für Gründer relevant. Wenn man vor dem Antrag auf Förderdarlehen mit nennenswerten Investitionen bereits begonnen hat (typisches Beispiel: man hat den Mietvertrag mit 5 Jahren Laufzeit bereits unterschrieben und schon 20.000 Euro in den Umbau investiert), wird es mit Förderdarlehen schwierig.

Empfehlenswert ist es natürlich, bereits vor dem Antrag den Businessplan zu erstellen und sich ggf. hierfür Unterstützung zu holen, z.B. in Form der Gründergutscheine für eine geförderte Beratung.

Konditionen, tilgungsfreie Anlaufphase

In einer Niedrigzinsphase, wie wir sie seit nun einigen Jahren haben, ist der Zinssatz, zu dem das Darlehen gewährt, zweitrangig – ob 2 oder 2,5% sollte für den Erfolg des Vorhabens „eigentlich“ keinen großen Unterschied ausmachen. Viel wichtiger ist aus unserer Erfahrung, den Kredit überhaupt zu bekommen.

Ebenfalls wichtig zu wissen, ist, dass diese Darlehen in aller Regel mit einem oder zwei tilgungsfreien Jahren ausgestattet sind, d.h. man hat zunächst ein Jahr Zeit, um sein Unternehmen „zum Laufen“ zu bringen, bevor die Tilgungen fällig sind. Das macht die ersten Monate etwas entspannter - allerdings um den Preis, dass dann die Tilgungsraten in den verbleibenden Jahren tendenziell etwas höher sind.

Zusätzlich zu den Sollzinsen ist für die Bürgschaft, die die Bank als Sicherheit erhält, von dem Kreditnehmer eine Provision zu bezahlen (je nach Programm unterschiedlich, ca. 1% p.a.)

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