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06.06.2014 . Andrea Schneider . Gründerberatung, Finanzierung, Businessplan, Kredite, Referenzen

Kreditzusage mit neuem Businessplan

Finanzierung gesichert, Eröffnungstermin gerettet

Eines Morgens im Mai erreichte uns der Anruf einer verzweifelten jungen Frau: Sie hatte geplant, ein Modegeschäft zu eröffnen, zahlte sogar schon Miete seit April - aber die Bank hatte den notwendigen Kredit nicht genehmigt. Die Kreditsachbearbeiterin wies den eigens von einem Berater erstellten Businessplan zurück: „zu allgemein, Vorhaben nicht genau beschrieben, keine Planungsszenarien, fehlerhaft, zu wenig Perspektiven“.

Die Modedesignerin war am Boden und fragte, ob wir ihr helfen könnten, das Projekt zu retten. Wir versprachen, uns die Sache näher anzusehen.

Kapitalbedarfsplanung, Realisierungsfahrplan, Erfolgsaussichten

Der erste Schritt war eine Bestandsaufnahme: welche Art von Mode sollte verkauft werden, wie waren die Chancen des bereits gemieteten Ladenlokals, was gab es für Fixkosten und welche Einnahmen waren realistisch.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen machten wir uns an die Arbeit – gaben aber auch der Gründerin eine ganze Liste an „Hausaufgaben“ mit, die noch zu erledigen waren. Diese Vorgehensweise stieß erstmal auf Verwunderung. Jedoch war schnell klar, dass der Businessplan nur gut werden und Finanzierung nur bewilligt werden konnte, wenn alle Beteiligten an einem Strang zogen.

Businessplan mit Umsatzprognose und Liquiditätsplanung

Nach 3 Terminen und 2 Wochen war es soweit: Der neue Businessplan lag ausgedruckt auf dem Tisch. Im Gegensatz zur vorigen Version beschäftigte sich der Plan etwas weniger mit der allgemeinen volkswirtschaftlichen Gesamtsituation, dafür aber nun mehr mit dem Vorhaben der Gründerin. Die geplanten Maßnahmen wurden sowohl detailliert beschrieben und auch anschaulich gemacht durch Bilder und Skizzen vom Ladengeschäft, von den Modelabels, von den auf die Zielgruppe zugeschnittenen Werbemaßnahmen etc.

Die Liquiditätsplanung basierte auf sorgfältig recherchierten Zahlen; die in der ursprünglichen Version des Businessplans viel zu hohen Umsatzerwartungen wurden auf ein realistischeres, nachvollziehbares Volumen heruntergerechnet und sowohl die Betriebsausgaben (Versicherungen, Marketing, Wareneinsatz etc.) wie auch die Lebenshaltungskosten der Gründerin in der Selbständigkeit angemessen berücksichtigt.

Für noch mehr Sicherheit wurden 3 Szenarien für die nächsten Jahre durchgespielt - allesamt mit dem Ergebnis, dass die beantragte Finanzierung zusammen mit dem Eigenkapital der Gründerin ausreichen wird.

Zusage der Hausbank innerhalb weniger Stunden

Mit dem gemeinsam erarbeiteten Plan ging die Gründerin erneut zu ihrer Bank - dieses Mal gab die Bankerin (übrigens dieselbe wie beim ersten Mal) noch am selben Tag grünes Licht für die Existenzgründung. Das Vorhaben erschien nun plausibel und tragfähig, die Unterlagen für das Förderdarlehen waren bereits unterwegs zur L-Bank für die Beantragung des Förderdarlehens "Startfinanzierung 80".

Die Genehmigung dort war letztlich eine Formalität und so kann die Eröffnungsfeier nun doch noch wie geplant stattfinden.


 

"Ich fand die Zusammenarbeit sehr ehrlich, habe mich von Anfang an sehr wohl und verstanden gefühlt. Ich sehe alles realistisch nach den Gesprächen. Das Team hat einfach tolle Arbeit geleistet."

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