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Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 18

Wenn noch vor dem ersten Jahrestag das Geld ausgeht …

" ... der Businessplan liest sich super, bin begeistert und freue mich ... Das Gespräch mit der KSK lief gut. Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit. ... "

Es gibt (zum Glück) keine Vorschrift, sich vor einer Unternehmensgründung mit den Themen Businessplan und Finanzierung zu beschäftigen. Einige Unternehmer gründen ohne Planung und holen dies dann erst später nach, wenn die zweite oder dritte Wachstumsstufe finanziert werden muss.

„Einfach mal loslegen ..." – Designermöbel entwerfen, produzieren und verkaufen

Und solange kein Fremdkapital im Spiel ist und die Lebenshaltungskosten z.B. durch Ersparnisse abgedeckt sind, führt das auch nicht zu Problemen.

Aber spätestens, wenn es absehbar ist, dass sich die Ersparnisse langsam aber sicher dem Ende zuneigen, und immer noch keine (ausreichenden) Umsätze generiert werden, steht man vor der Frage, entweder doch zur Bank zu gehen und eine Finanzierung zu beantragen – oder aber „Plan B“ zu realisieren und das Vorhaben einzustellen.

Vor dieser Entscheidung stand die Unternehmerin, die uns vor einigen Monaten auf Empfehlung der IHK kontaktiert hatte, da wir eines der Unternehmen sind, die für das Bafa-Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-Hows" gelistet ist. Unternehmen können hier einen Zuschuss in Höhe der Hälfte der Beratungshonorare erhalten; Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, sogar in Höhe von 90%.

Businessplan und Kreditantrag ein Jahr nach Gründung nachgeholt

Ein gut gefülltes Sparbuch verleitet einige Gründer dazu, die Finanzplanung der Existenzgründung auf die leichte Schulter zu nehmen – ohne durchzurechnen, welche Auswirkungen die Gründung auf die soziale Absicherung und die eigenen Lebenshaltungskosten hat.

Im Einzelhandel oder der Gastronomie kann dies kaschiert werden, wenn sehr schnell nach Gründung Umsätze generiert werden.

Im Firmenkundengeschäft hingegen werden in aller Regel die Vorlaufzeiten, bis erste Zahlungseingänge verzeichnet werden, massiv unterschätzt – Kundenakquisition, Erstgespräche, Vorstellung Musterkollektionen, Kontaktanbahnung auf Messen u.ä. nehmen mehr Zeit in Anspruch, als man denkt.

Musterkollektion gut – aber Serienfertigung unbrauchbar

Im Fall unserer Kundin kam dann noch hinzu, dass zwar die ersten Prototypen der neuartigen Designermöbel auf sehr positives Feedback am Markt gestoßen sind, die an Subunternehmer ausgelagerte Serienfertigung dann aber zu knapp einem Jahr Verzögerung geführt hat.

Die Produkte entsprachen qualitativ nicht den Prototypen und waren unverkäuflich, sodass ein neuer Produzent gesucht werden musste. Der finanzielle Schaden war zwar gering, aber die Verzögerung in der Produktion und Neuvergabe des Produktionsauftrags, mit allen dazugehörigen Schwierigkeiten (Kalkulation, Lieferfähigkeit, Qualitätskontrolle usw.) führten dazu, dass sich die gesamte ursprüngliche Planung um über ein Jahr verzögert haben.

Eigenkapital aufgebraucht, Förderdarlehen nicht mehr möglich

Im Rahmen der geförderten „Beratung für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten“ wurden wir damit beauftragt, bei der Sicherstellung der Finanzierung der nächsten Jahre zu helfen, da bereits ein 5-stelliger Betrag in das Unternehmen investiert wurde.

Ein so verspäteter Kreditantrag bei einer Bank, mit dem das zweite und dritte Jahr (nach-)finanziert werden muss, wird beispielsweise erschwert dadurch, dass

  1. das Eigenkapital nahezu aufgezehrt ist (bei einer Beantragung der Finanzierung vor Beginn wären es in diesem speziellen Fall vmtl. 30 oder 40% Eigenkapital gewesen, was die Bewilligung vereinfacht hätte),
  2. aus dem ersten Jahr keine Umsätze, keine „Erfolgserlebnisse“, keine Akzeptanz der Produkte als „Pluspunkt“ vorzuweisen sind, und
  3. ein staatlich gefördertes Darlehen wie bspw. die Starthilfe-Finanzierung der L-Bank mit 80%iger Ausfallbürgschaft als Sicherheit für die Bank für Teile des Kapitalbedarfs ausscheidet, da z.B. Bestellungen bereits getätigt und Verbindlichkeiten eingegangen wurden 

Zu beachten sind darüber hinaus bei einer neugegründeten GmbH mögliche Probleme einer Überschuldung oder einer erforderlichen Insolvenzanmeldung, wenn keine positive Fortführungsprognose vorliegt und das Stammkapital durch Verluste aufgezehrt ist.

Ende gut, alles (fast) gut

Auch wenn es uns in diesem Fall gelungen ist, mit einem plausiblen Businessplan die Bank von der Kreditgewährung zu überzeugen und die Finanzierung zu sichern, hätten doch viele Probleme vermieden werden können, wenn die Gespräche mit der Bank und die Erstellung des Businessplans vor dem Start der Unternehmensgründung angegangen worden wären.

 

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