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Unternehmensberatungs-Beispiel Nr. 3

Wachstumsfinanzierung für KfZ-Zulieferer gesichert

Vor 3 Jahren als Management-Buy-Out eines etablierten Unternehmens neu gegründet, stand nun die nächste Wachstumsphase eines KfZ-Zulieferers in Stuttgart an. Kurzfristig musste Liquidität zur Vorfinanzierung des Wachstums sichergestellt werden. Für die Vorbereitung der anstehenden Bankgespräche und Unterstützung beim Kreditantrag hat sich der Geschäftsführer des 20-Mann-Betriebs an uns gewandt.

Erstmalige Bank-Inanspruchnahme zur Vorfinanzierung von Großaufträgen erforderlich

Im Bereich der Qualitätssicherung und Warenprüfung ist man seit Jahren erfolgreich für viele namhafte Betriebe in der Region tätig (Zulieferer wie auch OEMs). Der Schwerpunkt liegt hier im Automotive-Sektor, aber auch andere produzierende Unternehmen zählen zum Kundenstamm, der „just-in-time“ im 3-Schicht-Betrieb beliefert wird.

Dank einer überdurchschnittlichen operativen Rendite konnte man den Auf- und Ausbau des Unternehmens auf zwischenzeitlich 20 Mitarbeiter gänzlich ohne Bankkredite bewerkstelligen. Diese Strategie kam nun aber durch Neuaufträge, die kurzfristig zu einer Verdopplung des Umsatzes (und des Personals) führen sollen, an ihre Grenzen.

Um diese neuen Aufträge abarbeiten zu können, musste für eine Übergangsphase von einigen Monaten ein 6-stelliger Betrag zwischenfinanziert werden, der ausreicht, die Mitarbeiter einzuarbeiten und das Zahlungsziel der ersten Teil-Rechnungen zu überbrücken.

Und weil die Aufträge wegen der Dringlichkeit auch schon unterschrieben wurden, bevor man mit der Bank in Verhandlungen getreten ist, musste all das in 14 Tagen bewerkstelligt werden. Sonst hätten Vertragsstrafen gedroht, die das gesamte Unternehmen in Gefahr gebracht hätten.

Liquiditätsplanung und Finanzierungskonzept für die Bank vorbereitet

Nach Durchsicht der unterjährigen Zahlen (BWAs, Summen- und Saldenliste, Inventarverzeichnis, Planzahlen für die nächsten Jahre, usw.) war relativ schnell klar, wo die Schwachstellen der Unternehmensfinanzierung liegen und wie der Kreditantrag für die Bank aufbereitet werden musste.

Die beiden wesentlichen Punkte:

  • Aufgrund der bislang hervorragenden Liquiditätssituation wurde in den letzten Monaten nicht nur Umlauf-, sondern auch das Anlagevermögen bar bezahlt. Allein durch eine fristenkongruente Umfinanzierung des beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögens könnte bereits ein Großteil des Liquiditätsbedarfs gedeckt werden.
  • Die Rentabilitätsprognose war vom Unternehmen geradezu vorbildlich für die nächsten Jahre erstellt worden, allerdings ohne eine Prognose der Liquiditätsentwicklung. So konnte zu Beginn unserer Beratung der Liquiditätsbedarf noch gar nicht konkret abgeschätzt werden.

Im Rahmen einer 2-tägigen geförderten Beratung haben wir die Liquiditätsplanung für die nächsten Jahre vorbereitet unter Berücksichtigung der Zahlungsziele, anstehenden Investitionen und Finanzierungskosten, der Vorlaufzeiten, der steuerlichen Belastungen aus den prognostizierten Ergebnissen und einem Liquiditätspuffer, um Schwankungen auszugleichen.

Umschuldung und Kontokorrentlinie bewilligt

Mit diesen Unterlagen, ergänzt um Planbilanzen und einer guten Gesprächs-Vorbereitung konnte der Geschäftsführer beruhigt in die anstehenden Kreditverhandlungen gehen.

Nach einigen Tagen kam die erfreuliche Mitteilung der Bank, die bislang nur ein Konto auf Guthabenbasis geführt hatte: die Zwischenfinanzierung der Liquiditätsspitzen wurde ebenso bewilligt wie die (nachträgliche) Umschuldung der Investitionen in mittelfristige Tilgungsdarlehen. Die neuen Aufträge können nun - wie mit dem Kunden vereinbart - bewältigt werden. Und die nächsten Projektanfragen sind auch schon wieder in der Pipeline.

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