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Eine Handschrift vektorisieren

Hier lesen Sie, wie Sie ein Pixelbild in eine Vektordatei umwandeln können. Die bebilderte Anleitung mit Screenshots finden Sie im pdf.

Vorbereitungen


1. Schritt

Öffnen Sie die eingescannte oder abfotografierte Handschrift in Photoshop.


2. Schritt

Die Datei sollten Sie vor der Vektorisierung in ein Graustufenbild umwandeln („Bild > Modus > Graustufen“).
Je nach Farbe variiert der Kontrast zum weißen Hintergrund. Je einheitlicher und je höher der Kontrast, desto besser später das Ergebnis der Vektorisierung.


3. Schritt

Ein normales Graustufenbild hat 256 Abstufungen von weiß nach schwarz (8 bit Farbtiefe). Um den Kontrast noch zu verstärken, reduzieren Sie den Tonwertumfang des Bildes, dass das Bild also wenige Abstufungen von weiß nach schwarz enthält. Dies kann mit den Gradationskurven („Bild > Korrekturen > Gradationskurven“) oder direkt über den Tonwertumfang („Bild > Korrekturen > Tonwerkurrektur“) gemacht werden, in dem Sie die Regler für die Tiefen, also die dunklen Bildbereiche, und die Lichter, die hellen Bildbereiche, aufeinander zu bewegen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass alle relevanten Pixel der Handschrift erhalten bleiben.

4. Schritt

Die Umwandlung in Pfade können Sie beschleunigen, indem Sie das Bild so freistellen, dass nur noch die umzuwandelnden Bildbereiche zu sehen sind. Dazu markieren Sie den gewünschten Bereich mit dem Freistellen-Werkzeug.


5. Schritt

Pixel aus dem Hintergrund können Sie jetzt schon entfernen, da sie nicht gebraucht werden. Sonst werden bei der Umwandlung nur unnötige Datenmengen verrechnet, was unheimlich lange dauern kann. Sie können also einfach mit dem Radierer-Werkzeug und der Hintergrundfarbe weiß die Bereiche im Bild grob wegretuschieren, die überflüssig sind.


6. Schritt

Über „Datei > Speichern unter“ speichern Sie das freigestellte Bild am besten als „.tif“. Die Vorbereitungen für das Umwandeln in Pfade sind damit abgeschlossen und Sie können die Handschrift jetzt vektorisieren.

 


Vektorisierung


1. Schritt

Öffnen Sie Illustrator und legen Sie eine neue Datei an („Datei > Neu“). Achten Sie darauf, dass die Datei gleich in einer guten Qualität erstellt wird, am besten in A4, im CMYK-Farbmodus und mit 300 dpi Auflösung.


2. Schritt

In diese neue Datei müssen Sie jetzt das vorbereitete Bild importieren. Das geht mit dem Befehl „Datei > Platzieren“. Nach Auswahl der zu importierenden Datei erscheint das Bild auf der Arbeitsfläche und Sie können es mit dem Auswahl-Werkzeug hin und her und an den gewünschten Platz schieben.


3. Schritt

Jetzt erfolgt die Vektorisierung. Über die Menü-Leiste am oberen Rand wählen Sie den Befehl „Bildnachzeichner“ aus. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil neben dem Button öffnet sich ein Untermenü, in dem Ihnen verschiedene Optionen angeboten werden, die je nach Voreinstellung das Abpausergebnis beeinflussen.
Bei einem Graustufen-Bild, aus dem ein einfarbiges Logo entstehen soll, ergeben die Einstellungen „Schwarzweißlogo“ oder „Einfarbiges Logo“ im Allgemeinen die besten Resultate.


4. Schritt

Der letzte Schritt zum vollständig vektorisierten Bild ist der Klick auf die Schaltfläche „Umwandeln“ in der oberen Werkzeugleiste. Hierbei werden die einzelnen Elemente getrennt und zu eigenständig bearbeitbaren Flächen und Pfaden umgewandelt.


5. Schritt

Die Datei enthält neben den schwarzen auch noch weiße Flächen, die eigentlich nicht gebraucht werden bzw. die auch nicht erwünscht sind, da sonst keine Transparenz erreicht wird (d. h. das Logo wird später immer mit weißem Hintergrund dargestellt). Diese Flächen müssen Sie also mit dem Direktauswahl-Werkzeug anklicken und entfernen. Gut sichtbar werden diese Flächen, wenn Sie hinter dem vektorisierten Element eine Farbfläche anlegen.


6. Schritt

Manchmal ist es notwendig die Pfade zu korrigieren. Dazu nehmen Sie das Direktauswahl-Werkzeug und klicken auf die Ankerpunkte des Pfades. Sie können so die Kurven optimieren oder nicht benötigte Ankerpunkte löschen.


7.Schritt

Danach können Sie die Elemente in den gewünschten Farben einfärben. Dafür muss das entsprechende Element markiert sein. Sie wählen dann über die Farbpalette eine Farbe aus. Mit einem Doppelklick auf das Farbfeld öffnet sich der Farbwähler. Hier können Sie Hexadezimalwerte, RGB-Farbwerte oder CMYK-Farbwerte eingeben.


8. Schritt

Mit dem Auswahl-Werkzeug passen Sie die einzelnen Objekte jetzt auch noch in der Größe an. Dazu klickten Sie das Objekt an und halten einen Eckpunkt fest. Bei gedrückter Shift-Taste skalieren Sie das Element proportional, d.h. das Seitenverhältnis bleibt gleich.


9. Schritt

Um die vektorisierten Elemente jetzt auch für weitere Zwecke verwenden zu können, müssen Sie sie noch abspeichern. Das Dateiformat für die Vektor-Daten ist „.eps“. Über „Datei > Speichern unter“ wählen Sie dieses Dateiformat aus und speichern so Ihre Arbeit.


10. Schritt

Illustrator bietet außerdem die Möglichkeit „Für Web speichern“ an. Hier werden die Vektor-Daten für den Einsatz im Internet wieder in ein Pixelbild umgewandelt. Dieses Pixelbild hat aber im Vergleich zur eingescannten Datei vom Anfang einige Vorteile: eine wesentlich höhere Schärfe, sie kann Transparenzen enthalten, unterschiedliche Farbgebung ist möglich, ...
Über „Datei > Für Web speichern“ gelangen Sie zu einem Dialogfeld, in dem Sie für unterschiedliche Dateiformate verschiedene Vorgaben wählen können. So kann die vektorisierte Schrift z.B. als „.jpg“ oder als „.png“ gespeichert werden. Ihnen wird sofort am Bildschirm das Ergebnis Ihrer Einstellungen und die Dateigröße angezeigt. So können Sie das Bild in dem Format optimal abspeichern, das für Ihre Zwecke am Besten geeignet ist.

Diese Checkliste herunterladen:

 

Und hier noch die Originaldateien aus unserem Beispiel zum download, um das Beispiel auch Schritt-für-Schritt nachvollziehen zu können: